Musikmarketing im Web 2.0

Ich weiß – Ihr habt schon darauf gewartet – wann geht’s endlich los mit Facebook und Co.? Mit Musikmarketing im Web 2.0. Na HEUTE!

Zum Anfang einmal ein grober Überblick! Auf weitere Deatils stürzen wir uns in den nächsten Blogartikeln.

Wenn man sich als Artist, als Act über bekannte Plattformen wie Facebook, YouTube und Twitter vermarkten möchte, muss man mit Bedacht vorgehen! Plumpe Werbesprüche am besten fast ganz aus der Marketingplanung heraus nehmen.

Schaut man sich in Twitter um, merkt man gleich, dass das Denkverhalten in Bezug auf Marketing im Web 2.0 noch immer in den Kinderschuhen steckt. Es macht den Eindruck, als würden noch weit über 90 Prozent der Leute, die eine geschäftliche Absicht in ihren Twitteraktivitäten verfolgen, dem Motto „viel (Werbung) hilft viel“ glauben schenken. Da werden die Kanäle nur so mit Werbesprüchen zu Sonderangeboten überschwemmt.

Der Gedanke des „sozialen Netzwerks“ rückt dabei in den Hintergrund. Dass Musikmarketing im Web 2.0 sollte hauptsächlich dazu genützt werden, Gleichgesinnte und Interessenverwandte zu suchen. Das wird scheinbar komplett ignoriert.

Viel wichtiger wäre es aber, wenn ein Umdenken der „Geschäftsleute“, der Acts, der Musiker stattfinden würde, hin zu einer Kommunikation auf der gleichen Stufe. Denn genau das ermöglichen diese sozialen Netzwerke im Web 2.0. Jede Meinung eines noch so kleinen Interessenten, oder Kunden kann hier im Rampenlicht stehen. Das Internet wird hauptsächlich als Informationsmedium und nicht als Verkaufsmedium genutzt. Also vordringlich Informationen BIETEN !!!

Es gibt 3 wichtige Regeln! Heute geht’s um Nummer 1

Sie lautet „immer indirekt werben“.

Natürlich wollen wir durch das Web 2.0 Neukunden und neue Interessenten gewinnen.

Das Schlimmste wäre jedoch, wenn man dieses Ziel direkt in Twitter und Facebook verfolgen würde. Diese beiden Plattformen sind eigentlich nämlich ausschließlich dazu da, um eine auf Vertrauen basierende Beziehung zum Interessenten, aber auch zu Fans herzustellen und diese zu pflegen. Die Neugierde aus dieser Beziehung heraus sorgt schon allein für den Besuch auf Eurer Seite. Es gibt auch noch einige andere kleine Tricks die man anweden kann – dazu aber mehr in den nächsten Blogartikeln.

Wenn also eine Werbeaktion, beispielsweise für eine neue Single ins Haus steht, wäre der größte Fehler, die Leute direkt auf dieses Angebot in den sozialen Netzwerken aufmerksam zu machen. Ok ein zwei Tweets oder Facebookankündigungen sind schon erlaubt -aber auch KEINEN FALL DAUERSHLEIFE !!!  Viel wirkungsvoller wäre es, die Leute in ein Blog oder auf Eure HP zu leiten. Das hat folgende Gründe:

Zum einen kann man gar nicht so schnell schauen, wie Interessenten einen als Spammer deklarieren, wenn man in Facebook und Co. auf ein direktes Angebot weiterleitet. Diese plumpe Werbemethode bringt die User meist schnell dazu, auf das „Kreuzchen“ oder „Block“ zu klicken. Je mehr Ihr also direkt Werbung betreibt, desto eher werdet Ihr aus dem Fokus Eurer Interessenten herausfallen – Eure Stimme in den Web 2.0-Portalen würde immer kleiner werden. Euer Musikmarketing im Web 2.0 versandet im nichts. Oder besser gesagt – am Ende des Tages kommt nix dabei rum.

Eure zukünftigen Fans oder Kunden sind nämlich nicht in Facebook auf der Suche nach Sonderangeboten (!), sondern nach Menschen, die auf derselben Wellenlänge stehen, die interessant sind und echten Mehrwert für das Leben bringen.

Zum anderen fehlt einem in Twitter auch der benötigte Freiraum, um ein Angebot ins richtige Licht zu rücken. 140 Zeichen können einem eine richtige Werbebotschaft gar nicht ermöglichen. Wenn Ihr die Leute jedoch erst einmal auf Eure HP oder Blog leitet, dort hochwertige kostenlose Informationen oder gar goodies liefert, den Platz nutzt, um Neugierde zu erzeugen und dann des Angebot als Lösung für ein konkretes Problem platziert, werden Eure Interessenten und dann doch hoffentlich schon Fans froh sein, dem Link gefolgt zu sein.

Ihr geltet also nicht als Spammer in den sozialen Netzwerken, da ein Blogartikel, ein neues nettes Gratisvideo oder Eure HP vordergründlich nicht als Werbung angesehen wird und doch erreicht Ihr Euer Ziel des Verkaufs. Auf diese Art wird Euch auch weiterhin zugehört und die sozialen Netzwerke werden nicht zu einer Sackgasse für Eure Werbebotschaft.

Zusätzlich habt Ihr die Möglichkeit in Ihrem Blogartikel oder der HP erst etwas zu geben. Das können beispielsweise Hintergrundinformationen sein, ein cooles Video von den Aufnahmen zu Eurer Single, oder weiterführende Tipps von EUCH als Experten.

Das trägt dann nicht nur dazu bei, dass das Vertrauen zu Euch als Experten steigt, sondern auch, dass die Leute plötzlich einen ganz anderen Bezug zu Eurem Angebot bekommen und so viel eher zu einem Kauf, zu einer Buchung, geneigt sind. Nutzt also Euren Blog oder Eure HP, um erst zu geben und dann von ganz allein zu nehmen.

Der Phantasie – wie Ihr das für Euch als Band, als Dj, als Musker umsetzt sind fast keine Grenzen gesetzt. Also mir würden auf Anhieb einige Anwendungsbeispiele einfallen…naja vielleicht in einem der nächsten Artikel!

Keep goin‘

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